Dienstag, 11. Februar 2014
Mr. Bapo
Morgens gegen 7 werd ich wach und mache mich gleich zum busterminal, dort angekommen sagt man mir der erste bus faehrt in 3,5h.. boahhhh es gibt aber noch eine alternative, man faehrt mit einen anderen bus bis zu seiner endhaltestelle und versucht von dort mit dem moped sich nach tangkahan bringen zu lassen. Das klingt schon besser. Los geht es. Nach einer halben stunde fahrt, zwangspause. Reifen ist platt. Hab ich das aboniert in indonesien? Glaube schon..grins nach 4h fahrt durch endlose palmoel plantagen erreichen wir ein dorf im nichts. Ich suche mir ein mopedtaxi und los geht es. Nochmal ca.1h ein geholpere und endlich da. Palmoelplantagen enden hier, ein fluss als grenze und dahinter ist der gunung leuser nationalpark. In diesen hatte ich vor ein paar jahren schonmal ein herrliches orang utan trekking. Diesmal bin ich aber fuer was anderes hier. Elefanten. Ich kann mich entscheiden, mit dem floss ueber den fluss oder eine abenteuerliche haengebruecke. Ich entscheide mich fuer die bruecke.geiles gefuehl! Als ich mich rueber gewippt habe, erwartet mich ein paradies. Super idyllisch gelegene lodges umgeben von regenwald und direkt am fluss. Hier kann man es aushalten. Ich bezahle 4 euro fuer den billigsten bungalow den ich finden kann und mache mich auf entdeckungstour. Ich folge dem fluss, bis ich nicht mehr weiter komme, zumindestens nicht mit meiner derzeitigen ausruestung. Hebe ich mir fuer spaeter auf. Ich klettere an wurzeln in den regenwald und auf schritt und tritt sind affen. Ich sehe kurzzeitig ein orang und als ich versuche ihn zu folgen, verlier ich total die orientierung und bekomm etwas muffensause. Nicht mehr lange bis zur daemmerung und ich hab kein plan. Zum glueck hoer ich etwas spaeter den fluss, und folge ihm einfach zurueck. Abendbrot mit herrlicher aussicht und ab gehts in mein bungalow und mit unzaehligen geckos drifte ich in den schlaf.
Den naechsten tag packe ich alles was ich brauche wasserdicht ein und mache mich wieder den fluss entlang. Vorbei an kleinen wasserfaellen, verengt sich der flusslauf langsam in eine schlucht und eine art canoying beginnt. Ich muss klettern, schwimmen, springen usw und mir meinen weg durch die stromschnellen bahnen. Eine brenzlige situation hatte ich. In einer der stromschnellen, verfaengt sich mein bein zwischen felsen und mein rucksack gibt mir soviel auftrieb und das in der stroemung das ich mich fast nicht umdrehen kann und mein bein rausziehen, aber ich schnalle mein rucksack ab, bekomm mein bein frei und muss jetzt zusehen, das ich fix bin um mein abtreibenden rucksack widereinzuholen. Nach ein paar stunden habe ich meine 1,5 liter wasser ausgesuffelt, so das ich mich auf den rueckweg machen muss. Es kommt ein ca. 1,5 meter langer waran. Yes!!! Endlich gelingen mir mal tolle bilder von einen. Aber damit nicht genug, schonmal im regenwald geschnorchelt? Nein. Na dann wirds jetzt aber mal zeit dafuer. Ich versuche die naechsten 3h ein video im wasser vom waran hinzubekommen. Was fuer eine mission. Immer vorschleichen, checken wie der wind steht, wieder rein ins kalte wasser, warten usw.. kurz bevor ich aufgebe, ich fuehle meine haende schon kaum noch, gelingt es mir dann doch endlich. Zum glueck. Der ganze aufwand hat sich gelohnt. allerdings kommen wir ns naeher als mir lieb ist, wir kolidieren, der waran erschreckt sich zmgleck so dolle das er gleich abzischt. man gt, mi seinen riesen krallen moechte ich lieber nicht bekanntschaft machen. Durchgefroren mache ich mich zum bungalow, ordere ein tee mit honig und uebergleucklich und zufrieden schlafe ich ein. Mittenin der nacht schrecksekunden, irgendetwas ist unter meinen shirt. taschenlampe an und zusch ist eine risenkakerlake auf der flucht.
Morgens, werde ich vom getrample einer affenhorde auf meinen bungalowdach wach. Affen koennnen ganz schoen nerven, aber diese hier sehen drollig aus. Thomas long tail affen. Dazu wieder der grandiose ausblick auf den regenwald. Stockwerk fuer stockwerk baut sich ein paradies auf. in allen nur erdenklichen gruenfarben, gefuellt mit lebewesen aller art. Einer vielfalt und schoenheit, das man sich nur in den dschungel verlieben kann. Es flattern die buntesten, groessten schmetterlinge herum (von denen ein foto zu schiessen, wohl eine kunst fuer sich ist, die mir verborgen bleibt), ab und zu hat es hot springs, der kalte gebirgsfluss micht sich mit aus der erde sprudelenden 60 grad heissen wasser. Warane durchqueren den fluss, in den gipfel machen die affenhorden attacke, nur eine python bleibt mir immer noch verwaehrt. Egal, ich bin ja wegen den elefanten hier. 15 min. Fussmarsch und man befindet sich an einer am fluss gelegenen auffangstation fuer elefanten. Ehemlas arbeitstiere oder aus zoo’s, oder abgerichtete elefanten um wilde elefanten von den doerfen fernzuhalten. Grosser konfliktpunkt zwischen naturschutz und den locals. Fuer ein kleinen obulus kann man sie fuettern und als highlight mit ihnen ein bad im fluss nehmen. Das ist doch wieder was fuer larsi. Ich verweile den nachmittag dort und versuche wieder unterwasserbilder hinzubekommen, aber die dicken dickhaeuter wuehlen viel zu sehr den fluss auf. Egal, ich putze meine dicken freunde fein sauber, schmeiss noch ein paar bananen ins maul und Freudestrahlend mache ich mich auf den rueckweg. in den letzten beiden tagen hab ich auch gut aufgeholt mit moskito stichen. Eine widerliches unnuetzes viehzeug. Was fuer einen sinn haben die eigentlich???grrrrrr ausser das ich mir alle gliedmassen verrenke um zu kratzen ...hohoho sparsame tage waren ausserdem, habe allen guides eine abfuhr erteilt und alles auf eigene faust unternommen. wer wartet schon 3h eh ich mein perfektes waran video habe...grins

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mein neues zu hause

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vorher muss ich rueber

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die alternative

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ich erwisch immer nur die kleinen

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i love it!!!

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blatt oder lebendig?

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was guckst du???

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mein bodygard vom bungalow

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thomas monkey

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yessssss

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nature love

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avatar???

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immerhin

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los gehts

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ich klebe an dir

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uund weiter...

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3h arbeit


vorwaerts, immer vorwaerts.. hier war es noch easy nd ruhig


mein bngalow is safe ;-)


babposssss



Nervenschlacht
Ich warte auf meine Visumsverlaengerung, wenn ich Glueck habe bekomm ich es heute Nachmittag noch, ansonsten erst nach dem weekend. Alptram! 3 tage in der city. Ich wuerde eingehen. Ich mache ein paar erledigungen und setzte mich in ein bemo (haptverkehrsmittel in city’s) und duese ziellos herum. Den local fahrerkids macht es spass einen touri an board zu haben und die mucke ist wieder ueber 120db ABER die technik immer vom feinsten. Ich schaue ab und zu auf mein handy ob ich eine nachricht von meiner hilfe habe ob die visumsverlaengerung geklappt hat. Man kann das auch selber erledigen, aber das ist ein 3 tage spiessroutenlauf mit indonesischen behoerden. Ich hab mich lieber fuer den schwarzmarkt entschieden. geht schneller, ist unkompliziert und kostet mich nicht viel mehr. Sollte man aber nur machen, wenn man sich sicher ist, das man sein passport auch wieder sieht. Um kurz nach 3 bekomme ich gruens licht. Ich will schnell mein flug buchen, geht aber nicht, da man nur bis 6h vor abflug online buchen kann. Was ich aber bisher nicht gemacht hatte, da ich ja nicht wusste ob es mit dem visa rechtzeitig klappt. In windeseile packe ich zusammen. Ich habe 1h fuer alles und weiss gar nicht ob ich den flieger noch schaffe und ob ueberhaupt ein platz frei ist. 40 km zum flughafen, den richtigen counter der airline finden, ticket kaufen, security, zum eincheckcounter, dann zum counter fuer die flughafengebuehr und zum richtigen gate. Alles geschafft. Weltrekord. 5min. Spaeter, waer alles umsonst gewesen. 3 kreuze als wir abheben!
In medan angekommen nehm ich mir ein taxi zum busbahnhof, wo ich uebernachten werde. Von hier aus soll 2x taeglich ein bus nach tanagkahan gehen, meinen ziel. Aber keiner kann mir eine zeit sagen. Da es fast mitternacht ist, will ich gleich schlafen. Was fuer eine bruchbude, ich bin voellig dehydriert vom tag und frage an der rezeption nach wasser. Man sagt mir, sei auf dem zimmer. Zimmer auf, wow 40 grad drinn und megaschaebig. Halt busbahnhofhotel. Ich giesse mir was aus der flasche ins glas. Braun.. pfuiii also nochmal raus und wasser gekauft. Als ich wiederkomme, begleitet mich noch ein local zum zimmer und sprueht ne halbe dose insektenmittel rein, super jetzt habe ich nicht nur 40 grad hier drinn, sondern auch noch ne gaskammer. Valium geschluckt, gute nacht. Turbolenter nervenaufreibender tag hat endlich ein ende.







Donnerstag, 6. Februar 2014
Die Leichtigkeit des Seins
Was fuer faule Tage. Das war aber auch noetig, ich war komplett ausgelaugt vom Trekking. Meist war ich mit den Fischern bei meiner Lieblingsinsel zum schnorcheln. Bei 3h schnorcheln hatte ich 8 Schildkroeten. Herrlich, super Sicht der einzigste Knackpunkt war die Riffkante zu ueberqueren. Man schnorchelt im 2 Meter tiefen Riff und wo es in die Tiefe hinabgeht, brechen die Wellen und man muss aufpassen das sie ein nicht ins riff druecken und man zerschmettert. Hat man diese Huerde genommen erwartet ein das komplkette Unterwasserparadies was man erwarten kann. Eine Schildkroete war sogar so zutraulich das ich sie fangen konnte, kurzes Fotoshooting und danach wieder ab in die Freiheit. Wenn man eine faengt sollte man sich auch ganz sicher sein das es klappt. Sie koennen sich naemlich so erschrecken das sie abtauchen und vergessen an die oberflaeche zu gehen um luft zu schnappen und dann kann es passieren das sie ertrinken. Aber ein beherzter griff und schon hatte ich mein unterwasserbus. Brachte sie dann an die oberflaeche, das sie luft holen konnte und lies sie ins paradies zurueck. Beim mitttagsschlaefchen am strand erwache ich und was kommt da direkt auf mich zugelaufen? Ein waran. Herrlich. Die anderen tage verlaufen aehnlich. Schnorcheln, fussball mit den locals, klamotten waschen, den fischern zugucken und einfach die seele baumeln lassen. Meine treuer freund der hund, ist immer an meiner seite. egal wohin ich auch gehe, er ist dabei. wir entdecken wilde affen und ab und zu mal ein waran in den mangroven verschwinden. Alles zu fix fuer bilder. Wache ich morgens auf, liegt mein dog auf meinen bungalowbalkon. Ich wuerde auch so gern ein eigenen haben, aber keine zeit :( wunderbar ist es, den locals beim surfen zuschauen. nachdem ich es ein paar mal versucht habe und entschieden habe, okay das wird erstmal nichts. Sehr schwierig! Man sagt mir, wenn ich jeden tag uebe und es 2 wochen mache, kann ich vielleicht die erste welle halbwegs mitnehmen. Soviel zeit habe ich nicht. Von daher gehe ich ersteinmal wieder auf erkundungstour.
Eines nachts werde ich wach, was sind das fuer laute unter meinen bungalow. Taschenlampe geschnappt und was mauzelt da rum? 2 winzig kleine katzen. Ich baue ihnen eine hoehle im bungalow und mache mich auf die suche nach der mum am naechsten morgen. Fehlanzeige, also bleiben sie im guesthouse. Bagira und Shanti tauf ich sie. Bagira erinnert mich so sehr an meine prinzessin. Vielleicht hat puschel sie mir sie ja geschickt. Ich vermiss sie ganz dolle!! :(
Jetzt wurde es zeit fuer einen stellungswechsel. Ab ging es nach padang. Boahh 35 grad und die luft steht. Aber was sein muss, muss sein. Bin hier um mein visa zu verlaengern. Sollte morgen erledigt sein und dann gehts ab in den norden. Noch kurz die lage checken, wie es momentan dort ausschaut, da ein vulkan voll in gange ist und es schon viele tote gab und eine evakierungszone eingerichtet wurde. Na mal schauen, es geht vorwaerts, immer vorwaerts.
Dann habe ich heute noch ein paket zur post gebracht und das ganze procedere hat mich 2h gekostet und 100 nervenfasern. Mein indonesisch hat vorne und hinten nicht ausgereicht und ein local hat mir zum glueck beim uebersetzen geholfen. Nun hoffe ich das sich das ganze auch auszahlt und es irgendwann auch ankommt.
Das klima hat sich in den letzten tagen drastisch geaendert. Kein regen mehr, kaum wind, und die temperaturen steigen langsam ins unertraegliche. Aber auch daran wird man sich gewoehnen.. wie immer..grins
War dann nachmittgas in der city unterwegs, aber als ich ein paar fotos schiessen wollte, musste ich feststellen, das ich meine speicherkarte im laptop vergessen hatte. Naja was solls, bin eh kein grosser cityfan. Hab es auch nicht lange ausgehalten, bin buchstaeblich zerlaufen. Jetzt haenge ich auf einer dachterasse vom guesthouse, wo etwas wind weht und schreibe das laestige tagebuch. Jetzt heisst es beten, das mein visa ruckizucki klappt und ich so schnell wie moeglich weiter kann.

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erinerungen :(



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bagira und shanti

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im buero

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mangis und snake fruechte - best ever

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mein treuster begleiter



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meine lieblingsinsel

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da durch

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um hier zu sein
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luft schnappen

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unerwarteter besuch

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local surfer

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ueber den daechern von padang








zikaden, meister der dschungelsounds


bagira & shanti


mein treuer begleiter


unbeschwerrte kindheit




the same procedure is every night.local party....ich liebe die locals, ihr dorf, ihr leben, ihre einstellung, ihren charakter...



Sonntag, 2. Februar 2014
Paralell Welt
Womit fang ich an? Mein Hirn macht Feuerwerk... War ich noch auf diesen Planeten oder in einer Paralell Welt? Aber Step by Step.... Der Weg in eine vergessene Welt beginnt mit der Faehre, wir fahren die Nacht durch, Richtung Siberut island. Bekannt fuer die Mentawei Tribe’s und als einer der Top spots auf der Welt fuer Surfer. So sind auf der Faehre mal Ausnahmsweise relativ viel Buleis (Touristen) Muskelbepackte, braungebrannte Surfertypen aus Brasilien, Australien und Europa. Nach dem allgegenwaertigen Gebet, auch auf der Faehre, machen wir uns an das abendbrot. Reis, Curry, Huhn und Soja. Da mich Trekking erwartet, haue ich mich auch gleich ins Bettchen. Ca. 40 Leute in einer Kabine, in Doppelstockbetten und ein TV der mit unmenschlicher Lautstaerke,menschenunwuerdiger Musik wiedergibt :-) Gut erholt, grins, errreichen wir nach 10h Fahrt am fruehen Morgen Siberut. Dort nehmen wir ein Mopedtaxi das uns zum Fluss bringt. Dort treffe ich michmit mein Local guide und wir machen uns mit dem Einbaum Richtung Inselinneres. Der himmel verheisst nichts gutes und keine 10 Minuten spaeter regnet es in Stroemen. Dejavue? Auch auf meiner letzten Fahrt im Amazonas zu den Tribes regnete es in Stroemen und genau wie damals bin ich nach 5 Minuten komplett durchnaesst und der Fahrtwind tut sein uebriges das ich mal wieder im Regenwald friere, wie im Winter in Deutschland. Unterwegs sehen wir des oefteren riesige Warane am Flussufer und einige Eisvoegel. Fuer Fotos regent es aber zu stark. Nach ca. 4h Fahrt erreichen wir unser Ziel. Wir starten unseren Marsch und inzwischen bin ich froh das es regnet, denn ich schwitze wie ein schwein.. Hartes Trekking ueber Die Berge runter ins Tal und den naechsten Berg rauf und wieder runter, dazu muessen wir teilweise durch kniehohen schlamm stampfen und tja was soll ich sagen, meine Kondition ist erbaermlich. Jedesmal den fuss aus den schlamm ziehen , den berg rauf quaelen und dazu blutegel und insekten aller art. Willkommen im regenwald. Ich verliere das Zeitgefuehl aber ich schaetze mal nach 4h erreichen wir unser ziel. Eine Uma(Wohnhaus der mentawei indianer) mitten im nichts aber idyllisch an einen bach gelegen. Wow sehen die tribes geil aus. Voll mit tattos und bekleidet mit einen gebunden tuch als hose. Zumindest die alte generation, dazu aber spaeter mehr. Nach einer herzlichen begruessung, will ich nur noch aus den nassen verschlammten klamotten und nehme ein bad im bach. Herrlich. Wie neugeboren. Inzwischen hat sich auch der regen verzogen und die sonne kommt raus. Ich bewundere als erstes die uma. Ca. 30 meter lang und 8 meter breit. Ueberall haengen schaedel von affen, schweinen, wild und nashornvoegel. Die uma ist in 3 bereiche eingeteilt. Der erste ist eine art terasse wo man entspannt oder handwerklichen sachen nachgeht, in der zweiten befindet sich spirituelles zeugs, wie die knochen, shamanenmedizin, waffen usw.. im letzten abschnitt ist die wasch und kochabteilung. Ich bewundere erstmal die waffen, bogen (aus palmenholz), pfeile aus bambus mit metall spitzen, sperre aus Palmenholz und die Koecher aus bambusrohren. Macheten und Werkzeuge in hundertfachen versionen, alle aus materialen die im man im wald findet (ausser das metall natuerlich) bei den mentawei gibt es gold und gold sind zigaretten, so ueberreiche ich mein gastgeschenk, in form von tabak, zigaretten und suessigkeiten. Danach wird gekocht, reis, nudeln, fisch, chilli, eier und allerlei gemuese. Man spannt mir ein moskitonetz, ich mach es mir bequem auf dem holzboden so gut es geht und schlafe ein wie tod bei einer lautstaerke die irre ist. Denn sobald der sonnenuntergang beginnt, setzt der chor des dschungel ein. Zirkaden sind die meister des typischen regenwaldsounds. Gluehwuermchen schwirren vorbei und dann ist endgueltig game over.
Mit den ersten sonnenstrahlen beginnt der tag. Die haehne kraehen mich aus dem schlaf und es gibt fuehstueck. Danach lass ich mir erstmal die kultur der mentawei erlaeutern. Jeder clan(familie) besitzt seine eigene uma. In der uma wo ich bin, leben insgesamt 12 leute. 3 generation. Der clanleader und seine frau mit ihren 2 soehnen, und die enkel und schwaegerinnen. Die frauen schalfen separat mit den kindern in einen abteil und die maenner in einen anderen abteil.es ist nicht erlaubt das frau und mann zusammen schlafen. Wo kommen die kinder her? Dafuer gibt es ein sogenannten chickenhouse- etwas versteckt abseits irgendwo im dschungel, wo sie sich zurueck ziehen um chigchigi zu machen(auf deutsch-ficken) ansonsten sieht man keine liebkosungen oder beruehrungen oder austausch von zaertlichkeiten oder desweiteren. Die frauen sind fuers kochen, waschen, holz sammeln usw verantwortlich und die maenner fuers jagen und bauen. Um so eine uma zu bauen, braucht es ca. 1 jahr. Alles was es dafuer braucht finden sie im wald. Wenn man das dach anschaut, weiss man was das fuer eine arbeit ist. Unzaehlige palmenblaetter werden zusammen gebunden(mit unzaehligen aus pflanzen hergestellen seilen), der boden besteht aus hunderten bambusbrettern, dazu steht das ganze auf stelzen und trotzt den staerksten regenfaellen. Ueber art stege, aus holz, laueft man einige meter um das haus, um nicht immer im schlamm zu waten. Ausser rehe und wildschweine gibts es hier nicht mehr viel zu jagen. Da wir auf einer insel sind ist alles begrenzt. Und wenn ich in den umas die anzahl der toten affenkoepfe sehe, ist es auch kein wunder. So gibt es ab und zu vogel oder reh. Der uma eigner geht mit mir in den wald, faellt ein baum, schneidet ein teil der rinde ab, klopft ihn weich und fertig ist meine tracht. Ein langes baumrindenband, was man sich aehnlich wie bei den sumoringer umbindet. Ansonsten erkunden wir die naehere umgebung immer auf der suche nach einer python oder anderen getier, aber fehlanzeige. Ich werde aber immer eindringlich vor einer guenen schlange gewarnt. Der beschreibung nach muesste es ich um eine baumviper handeln. Ein biss und man wandert ins nirvana. Zu weit weg fuer hilfe und zu giftig. Aber auch dieses geschoepf bleibt mir verborgen. Macht aber nichts, der hauptgrund des trips sind ja die indianer und nicht das wildlife. Nach ein paar tagen brechen wir zu einder anderen uma auf. Wieder geht es mit dem einbaum den fluss entlang und mal wieder im regen. Ich sichere mir immer ein set trockener sachen fuer den abend und schluepfe morgen in mein anderes set, was nie richtig trocken wird. Ekelhaftes gefuehl am anfang in die nassen miefenden sachen zu schluepfen aber es spielt keine grosse rolle, denn nach 10 minuten ist man eh wieder nassgeschwitzt. Nach 2h fahrt legen wir am flussufer an und die uma kann nicht weit sein, denn man hoert schon die huehner und in der nase macht sich eine gestank breit. Schweine. An der uma angekommen seh ich warum. Ca. 50 schweine sind im schlamm um und unter der uma. Nach der begrussung muss ich erst einmal doktor spielen. Ein junge hat hohes fieber und rote punkte-masern. Ich gebe ihn tabletten um das fieber zu senken mehr kann ich nicht tun. ein weiterer bewohner hat eine total vereiterte offene wunde am bein. Ich desinfiziere das ganze erstmal und mache ein neuen verband. Danach geb ich ihn noch schmerzmittel und ein weiteren verband damit er spaeter den verband wechseln kann. Ich bekomme es ja selber an meinen schnittwunden und etc mit, das bei dem klima mit der hohen luftfeuchte es ewig dauert, eh etwas verheilt. Der shamane des clans, kuki, ist der beste, so lustig wenn er versucht deutsch zu lernen. Egal was er macht, ich klebe an ihm. Wir gehen in den wald um futter fuer die schweine zu holen, wir sammeln kraeuter und material um gift fuer die pfeile herzustellen. Das gift besteht aus 2 verschiedenen baumwurzeln, chilli, ginger und ein paar blaetter. Das ganzte wird gestampft und gepresst bis zum schluss ein braun schwarzer saft uebrigbleibt. Dieser wird an die pfeilspitzen getunkt. Ich frage was passiert wenn ich was in den mund bekomme oder auf die haut-kein problem, solange keine offene wunde da ist. Es wirkt nur wenn es in den blutkreislauf geraet und dann aber richtig. Falls ich mir eine spitze in die blutbahn ramme, haette ich noch 15 minuten und game over, laut aussage der indianer das giftigste was der dschungel zu bieten hat. Ein anders mal als ich wieder mit kuki unterwegs bin kommt ein e art tausenfussler vorbei, etwas farbenfroh, ich zuecke meine kamera, doch bevor ich abdrueckn kann, ist kuki mit sein ermachete da und zerhackt ihn in windeseile. Er schreit nur „many many poison“ Mein Nachtquartier ist ein traum, Moskitonetz ueber den boden gespannt und unter mir die schweine... was ein saustall...grins
in den naechsten tagen verschlechtert sich die situation des jungen zunehmend. Total abgemagert, hohes fieber und dazu bricht er auch noch wuermer aus. Seine mutter nur noch an weinen und kuki der shamane ruft andere shamanen zusammen und sie gehen auf kraeutersuche(ich immer im schlepptau), dann wird die medizin zubereitet und die „behandlung“beginnt. Die tanzen um den jungen singen etwas, schellen mit glocken und wedelen mit blaettern richtung uma oeffnung um die boesen geister aus ihn zu vertreiben. Dann geben sie ihn den medizintrunk. Als ceromonie wird danach ein schwein geopfert. Wieder nichts fuer schwache nerven. Mit dem messer wird der hals durchdrennt und es blutet aus. Dansch wird ueber ein feuer das haar auf der haut verbrannt und das schwein wird auseinander genommen. Von den wichtigen teilen wird jeweils ein kleines stueck abgeschnitten das jeder was abbekommt. Ein stueck niere, herz, lunge, leber ausser das hirn ist nur fuer den shamanen. Der rest des tieres wird zerstueckelt und alles in ein topf mit dem blut gekippt und eine weile gekocht. Der schaedel wir aufgehoben um ihn spaeter in der uma zu den anderen schaedel zu haengen. Um den spirit positiv zu stimmen und um sich zu entschuldigen das man aus der natur was genommen hat aber weiterhin auf die gesinnung der naturgeister besonnen ist. Und man immer nur das notwendigste nimmt und die natur nicht ausbeutet. ich hoffe nur das der ganze hokuspokus den jungen hilft. man sieht er schlecht aus. voellig abwesend im halbkoma.
Nach all diesen abenteuer wuerde es an ein wunder grenzen wenn ich das gesund ueberstehe. Die hygiene ist unbeschreiblich, sozusangen gleich null. Ich meine die locals sind mit ihren immunsystem daran gewoehnt. Aber fuer uns weisse??? Hmm ich habe schon viel aufgepasst um nicht wieder so ein salmonellen tyhphus disaster wie in suedamerika durchzumachen, aber richtig beeinflussen kann man das nicht. Das geschirr wird im bach gewaschen, der gleichzeitg auch bad und toilelte in einen ist, man isst und schlaeft auf den boden wo hingespuckt wird, wo man mit seinen schlammfuessen drueber weglatscht mit denen man vorher im schweinemist war, das essen zubereietet wird usw... dazu zaehlt siberut auch noch zur malaria hochburg. Aber man muss sich entscheiden, entweder man geht das risiko ein oder nicht. Denn ein leben in hygiene und ohne gefahr ist dort unter keiner umstaenden, egal wie vorisichtig man ist, nicht moeglich. Jetzt hoeren wir aber auf den teufel an die wand zu malen, bisher hab ich alles mitgemacht und wohl oder uebel ueberstanden und so wird es auch diesmal sein. Ich wuerde es auf jeden fall wieder machen. Als abschluss noch traurige worte. Auch diese tribes wird es in ca. 5-10 jahren nicht mehr geben. Nur die alten shamanen leben noch die alte tradition, die jugend geht zur schule, hat handys und will in die stadt. Aber das kenn ich schon von anderen tribes. Es ist halt der lauf der zeit. Die zivilisation rueckt immer weiter vor und wir verlieren diese naturvoelker mit all ihren wissen. Deshalb bin ich jedes mal froh das ich sowas noch erleben durfte.
Inzwischen bin ich wieder in mein geliebten fischerdorf und erhole mich erstmal vom trekking. Bis auf rotz, von der scheiss klimanalage auf der fahre fuehle ich mich munter. Die see hat sich inzwischen veraendert, so das man als anfaenger surfen probieren kann. Achja das erinnert mich ja noch an die rueckfahrt mit der faehre, die surfertypen sahen demoliert aus. Das riff ist auf sibert teilweise nur ein halben meter tief und wenn es ein vom board haut, hat man glueck wenn man nur mit bruechen und abschuerfungen das ganze ueberlebt.
Das wetter hat ishc auch stark veraendert.seit 1 woche ist jetzt kein tropfen regen gefallen. Die regenzeit neigt sich dem ende entgegen. Tagsueber haben wir um die 34 grad und nachts sind es 24. damit kann ich leben ;-)

PS: soeben bekomm ich die nachricht, das kuki sein enkel ins krankenhaus gebracht hat. shamanen power hat nicht ausgereicht. hoffentlich kommt er fix wieder auf die beine.


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auf der faehre

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hier wird geschalfen-zumindest versucht



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los geht es



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kuki

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sein enkel

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die kueche

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beim fischfang

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fuer mein schatz

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mein sweetheart

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nach der jagd

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harmlos

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auf den weg zu den tribes

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5* deluxe dusche

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smile

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kaska

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kuki und seine brueder

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lecker scheine sauerrei

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die innereien sind besonderst lecker

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hab weggeguckt (weichei) grins

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medizin wird hergestellt



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ceromonie um die geister zu vertreiben




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das wohnzimmer einer uma

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der wird gleich gegrillt-kein spass

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uma 1

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affenschaedel

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medizinschrank des shamanen

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generationen

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vorbereitung meiner neuen shorts

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pfeilgift

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kuki und sein enkel



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der baum soll es sein

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unbeschwerrte jugend

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tarzan?


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kukis bruder

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hier kann man es aushalten

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nashornvogel, schwein, affe, reh usw..


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kuki stellt pfeilgift her

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the best ever